Wir sind noch da, waren nie weg. Ich glaube auch nicht, dass wir ruhiger werden. Es ist aus meiner
Sicht auch interessant, dass wir zwar als Menschen älter werden, nicht aber als Band. Gut, die richtig
wilden Zeiten gab es in unserer Band sicher nie, aber wenn man es aus der produktiven, künstlerischen
Sicht betrachtet, sind wir noch die gleiche Band, die 1993 noch unter dem Namen “Paradiser”
gestartet ist. Natürlich hat sich unser Songwriting in den letzten 15 Jahren verändert, die Stücke sind
komplexer geworden, Dinge wie Stageacting wurden mit gewonnener Routine der Musik hinzugefügt.
Aber wir sind immer noch die gleichen Musiker, die zusammen ein Ziel verfolgen, nämlich die Musik
zu machen, die wir als Gruppe gut finden.
Natürlich sind andere Dinge mit dazu gekommen, alle Mitglieder sind in festen Beziehungen und haben
zum großteil Familien gegründet. Aber immer wieder schaffen es einzelne Mitglieder den Rest zu
motivieren, dass die Band als Ganzes weitermachen muss. Und der Rest lässt sich hierzu nur allzu leicht
antreiben. :-)
So sind wir gerade dabei alte Stücke in extrem mühevoller und akribischer Kleinarbeit mittels eines
eigenen Studiobetriebs neu aufzunehmen. Markus hat hier federführend mit Heiko eine besser nicht zu
erwähnende Anzahl an Stunden investiert, um unseren DR-Sound so zu produzieren, wie nur wir das
Verständnis dafür haben. Nichts gegen unsere Studiobesuche in der Vergangenheit, aber ein Externer
hat immer eine andere Sicht auf die Arbeit, als man selbst. Dies kann positiv oder negativ sein.
Ich bin sicher, dass wir Euch in naher Zukunft diese Arbeit präsentieren werden, wenn wir die
Diskussion um Percussionselemente in unserer Musik abgeschlossen haben.
Zum anderen haben wir jetzt auch Erfahrung im Web 2.0 gemacht. Hierzu hat ein Freund und Clan-
Mitglied von Heiko ein kleines Video einer biestigen Amazone in einem Computerspiel zeigt, wie sie
in verschiedenen Situationen riesige Gegner metzelt. Naja, ist ja eigentlich auch egal, ich bin kein
Zocker und kann daher auch nur sehr oberflächlich die zu sehende Handlung widergeben. Aber diese
Protagonistin metztelt zu unserer Musik. Es wurde unser “No Guts, No Glory” eingebunden und wie
wir bei Youtube gesehen haben, ist die Reaktion riesig. Nicht nur wegen der Eleganz und Anmut der
amoklaufenden Heldin, sondern auch wegen unserer Musik So wurden wir unversehens zu unserer
ersten Filmmusik. Keine schlechte Karriere,
Aber wir wollen wieder direkt mit Euch in Kontakt treten, dazu habt Ihr dann auch wieder diesen
Herbst die Chance. Wir starten im Aglarond und machen einen zweiten Termin im Hersfelder
Buchcafe. Wir freuen uns drauf, um genauer zu sein, wir freuen uns auf Euch!!!