Februar 2003

Start in das Jahr 2003

KICK OFF in Wehrda


Na, da sind wir jetzt soweit, der Untergang des Vaterlandes. Erst sind unsere Lieder alle in Englisch, jetzt kommen auch noch amerikanische Unternehmenssitten in den Newsbereich, der in letzter Zeit etwas vernachlässigt wurde. :-/

Was aber nicht hieß, dass wir untätig waren. Ganz im Gegenteil, wir haben viel komponiert, organisiert und sinniert.

Komponiert haben wir viel Material seit dem letzten Auftritt in Schlitz und davor auch schon. Die Ideenfabrik Dark Reflections ist aber verdammt kritisch geworden. Da werden fertig arrangierte Lieder auch mal wegen allgemeinem Unmut komplett in die Tonne gekloppt, die wochenlange Arbeit mit der erreichten Qualität und notwendigen Identität der bisherigen Stücke verglichen. Neu ist halt, dass Lieder nicht mehr nur mit 5 Leuten komponiert werden, sondern demokratisch mit 6 Musikern ein Konsens gefunden werden muss.

Sinniert - "Klingt das nach Dark Reflections?!", woran soll man uns erkennen. Natürlich an unserer Arbeit und dass wir auf dem richtigen Weg sind, dass zeigte mir eine Reaktion auf unserem letzten Konzert in der Kulturscheune Wehrda. Dort wurde gelobt, dass wir alle Stücke mit Konsequenz gespielt hätten. Konsequenz??, fragte ich mich, hat das nicht etwas mit dem Brechen und überwinden von Widerständen zu tun oder ist das vielmehr ein Ausdruck darüber, dass wir dem unvorbereiteten Zuhörer unseren Stil präsentieren.

Auf meine erstaunte Nachfrage, wie er denn Konsequenz meine, antwortete er mir: Positiv. So will ich es auch sehen. Desweiteren haben wir uns Gedanken zu der, zur Gewohnheit gewordenen, Hard'n'Heavy-Nacht gemacht. Eigentlich wäre dieses Jahr die 10. fällig gewesen. Doch ihr merkt am Konjunktiv, dass wir uns dagegen entschieden haben. Wir haben uns dabei aber nicht gegen Euch, die Zuschauer entschieden, sondern gegen die Gewohnheit. Leider sind die Zuschauerzahlen in den letzten Jahren immer mehr zurückgegangen mit dem traurigen Tiefpunkt im Jahr 2002.

Wir haben uns überlegt, woran dieses den liegen kann. Die Qualität der Bands ist von Jahr zu Jahr gestiegen und wir sind überzeugt, dass es daran nicht liegen kann. Auch der Werbeaufwand war immer immens, aber das Ergebnis ernüchternd. Vielleicht war es wirklich die Gewohnheit, dass eine solche Veranstaltung im Auge des normalen Zuschauers, den wir auch mit dieser Veranstaltung erreichen wollten, nicht mehr attraktiv erscheinen lässt. Aussergewöhnliche Anlässe, wie zum Beispiel der große Erfolg im Herbst 2002, den wir zusammen mit Schlitzer Musikern organisiert haben, wurden zum überwältigenden Erfolg und alle Beteiligten waren von der großen Zuschauerresonanz begeistert.

Ein äußerst schwacher Trost hierbei mag sein, dass selbst überregional bekannte Festivals, wie das jährlich im Juli stattfindende Treffen, das von ROCKTOWN organisiert wird, setzte ein Jahr aus, um die Leute wieder heiss auf die geile Metalmucke zu machen. Dies kann auch ein denkbarer Weg für die 10. Sandlofser Hard'n'Heavy-Nacht sein.

Schließlich und Endlich geht es ja auch darum, dass junge Bands Auftrittsmöglichkeiten abseits der ausgelutschten Coverpfade in Kneipen und auf Festen brauchen, um einen eigenen Stil zu entwickeln. Leider muss man auch immer mehr feststellen, dass der Nachwuchs auch hier fehlt.

Aus diesem Grund ist es auch garnicht hoch genug einzuschätzen, dass sich 4 Hünfelder daran machen eine Musikszene zu etablieren, wo hoffentlich ein offenes Publikum bereit ist Musik aus allen Richtungen zu hören. Am 28-02-03 geht es mit AC/DC-Cover los und am 15-03-02 mit uns dann weiter.

Uff, wer bis hierher gelesen hat, der darf mir auch mal was sagen. Einfach eine Mail an mich!!

Gruß aus Fulda

Steffen Karnoll


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